Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Cybergrooming

 

 

Das englische Wort „Grooming“ heißt übersetzt zurechtmachen/vorbereiten und wird sinngemäß im deutschen als „Anbahnung“ bezeichnet.

Werden Kinder und Jugendliche gezielt durch Erwachsenen mit Missbrauchsabsicht über digitale Medien (Social Media, Messenger, Spielnetzwerken) kontaktiert, spricht man von Cybergrooming. Der Kontakt besteht hierbei zwischen Personen, die sich nicht aus dem realen Leben kennen.

Oftmals geben sich die Täter selbst als Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsenen aus und erschleichen sich somit schrittweise das Vertrauen der Kinder und manipulieren diese. Meist stellt der/die Chatpartner/In aufdringliche Fragen, u.a. nach offline Aktivitäten, dem privaten Umfeld, ob das Tablet, Laptop oder Mobiltelefon alleine (ohne Aufsicht) genutzt wird oder möchte Fotos zugesendet bekommen.

Kinder sind nie schuld daran, wenn sie im Netz belästigt werden. Die Person, die den Kontakt sucht, trägt die Verantwortung für das Cybergrooming. Viele Kinder nehmen diese Straftat gar nicht als solche wahr.  

Wenn die Kontaktaufnahme im Netz zum Ziel hat, ein Kind im realen Leben zu treffen und es zu sexuellen Handlungen zu bewegen, dann ist die „Online-Anmache“ möglicherweise schon eine strafbare Vorbereitungshandlung. Der § 176 Abs. 4 Nr. 3 StGB sieht für Cybergrooming eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren vor. Jede sexuelle Handlung, die jemand vor oder an einem Kind unter 14 Jahren vornimmt, ist ein sexueller Missbrauch und strafbar (§ 176 StGB). Cybergrooming hat auf Grund der Vielzahl der Nutzungsmöglichkeiten von digitalen Medien und der Schwierigkeit der Kontrolle eine hohe Dunkelziffer. Sie liegt außerhalb jeder Messbarkeit. Für die vielfach kaum bzw. gar nicht kompetenten Erwachsenen bedeutet dies, dass er Experte, Vorbild und Vertrauensperson sein sollte.

 

Die Thüringer Polizei hat Präventionsbeamt/Innen in den einzelnen Landespolizeiinspektionen, welche an den Schulen beraten und informieren sowie bei Bedarf auch von der Schule angefordert werden können.

Hierzu wird das bundesweite Präventionsmaterial des ProPK (Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes) verwendet und verteilt. Die Schulen können dieses auch in Klassensatzstärke kostenlos anfordern.

Die Kinder- und Jugendschutzdienste in Thüringen beraten Kinder und Jugendliche, die Opfer von Cybergrooming geworden sind.

Zum Internetportal "Kinderschutz in Thüringen"

 

 

 

Das Thüringer Innenministerium in den sozialen Netzwerken: