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Fit fürs Internet

Zuhause lernen mit Medien – Tipps für Eltern, Lernende und Lehrende

 

 

Medienkompetenz von Kindern fördern

Im Corona-Lockdown verbringen Schülerinnen und Schüler viel Zeit vor Bildschirmen und im Internet. Eine gute Medienkompetenz hilft Eltern und Kindern bei sicherem Umgang mit digitalen Medien. Wappnen Sie Ihre Kinder für das Onlinelernen im Homeschooling und klären Sie sie rechtzeitig über die möglichen Gefahren im Internet auf.

In Zeiten von Homeschooling, digitalem Musikunterricht und Video-Calls mit Schulfreundinnen und –freunden gilt es, möglichst viele Sicherheitsrisiken zu minimieren. Nicht alle Eltern kennen sich gleich gut in der digitalen Welt aus oder haben gleich gute technische Voraussetzungen. Wir möchten daher Möglichkeiten präsentieren, wie Eltern und Kinder sich fit machen können für Homeschooling und weitere Aktivitäten im Internet.
 

Medienkompetenz erlernen mit klicksafe

Seit 2004 setzt klicksafe in Deutschland den Auftrag der EU-Kommission um, Internetnutzern die kompetente und kritische Nutzung von Internet und Neuen Medien zu vermitteln. klicksafe hilft dabei, fit fürs Internet zu werden und mögliche Gefahren besser einschätzen zu können. Denn genauso wichtig wie ein sicherer Schulweg vor dem Lockdown, ist aktuell ein sicherer Umgang mit neuen Medienformaten.

Extra Bereiche für Kinder und Jugendliche

Nur zu leicht verliert man den Überblick bei dem riesigen Angebot im World Wide Web zum Thema Medienkompetenz. Klicksafe bündelt Wissen und bietet eine sehr gute Zusammenfassung von relevanten Inforationen zum Bereich Homeschooling, Online-Spielen und Social-Media. Es werden Online-Lernplattformen vorgestellt, Suchmaschinen extra für die Bedürfnisse von Kindern präsentiert, Vorlese-Apps empfohlen und zudem gibt es extra Bereiche für Kinder und Jugendliche, sowie Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen.

Besonders der Kinderbereich eignet sich dazu, Kindern erste eigene Schritte im Internet zu ermöglichen. Beim Internet-ABC für Kinder werden zudem auch technische Grundlagen von PC, Laptop und Tablet vermittelt.

Kinder können auch einen „Surfschein“ machen, einen Führerschein fürs Internet. Sie können dort ihr eigenes Wissen über das Internet testen und sich einen "Führerschein fürs Internet" erarbeiten.
 

Erklärvideos von klicksafe und Partnern

Klicksafe bietet auch Videos für Kinder und Jugendliche an, in denen Internetgefahren erläutert werden. Es werden Themen aufgegriffen, wie zum Beispiel das Teilen von privaten Informationen auf Social-Media-Kanälen, der Umgang mit Cybermobbing oder auch der Umgang in WhatsApp Klassengruppen.

Tipps für erste Schritte im Internet:

  • Als Erziehungsberechtigte Kinder bei Mediennutzung begleiten.
  • Medienzugang sicher und altersgerecht einrichten.
  • Als Erwachsene/r die eigene Vorbildfunktion bei der Mediennutzung beachten.

 

 

Tipps für Lehrende

Medienkompetenz – Wichtig auch für Lehrpersonen

Homeschooling ist für alle eine Herausforderung. Um Schülerinnen und Schülern das Lernen zu erleichtern, ist es von klarem Vorteil, wenn auch digital in einem sicheren Umfeld unterrichtet werden kann. Die Grundvoraussetzungen dafür sind Wissen über Datenschutz und Sicherheitseinstellungen sowie das Wissen über mögliche Gefahren im Internet, so wie zum Beispiel über Cybergrooming, den richtigen Umgang mit Hass-Postings oder über den Schutz von Persönlichkeitsrechten.

 

Tipps für Lehrer

  • Informieren Sie sich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich elektronischer Medien und machen Sie sich insbesondere mit der Nutzung der Neuen Medien vertraut.
  • Verwenden Sie an Ihrer Schule Filter-Software zum Schutz gegen den Aufruf jugendgefährdender Inhalte im Internet. Technische Schutzmaßnahmen daher nur eine flankierende Maßnahme. Die Aufsicht von Kindern und Jugendlichen durch Pädagogen wird dadurch nicht ersetzt.
  • Für die medienpädagogische Arbeit ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen immer wieder deutlich zu machen, dass Medien (insbesondere auch Darstellungen im Internet) nicht die Realität abbilden. Schüler sollten lernen, Medieninhalte zu verstehen und einzuordnen. Informieren Sie diese über mögliche Gefahren und deren Verhinderung.
  • Kinder und Jugendliche gehen unbefangen und spielerisch mit neuen Techniken um und sind meist schneller mit deren Handhabung vertraut. Dabei sind sie jedoch auf die Hilfestellung von Erwachsenen bei der Auswahl und Einschätzung von Medieninhalten angewiesen. Informieren Sie beispielsweise bei Elternabenden über Chancen und Gefahren des Internets.
  • Vereinbaren Sie mit Ihren Kolleginnen und Kollegen zum Beispiel jährlich einen Schwerpunkttag zum Thema Medienkompetenz. Binden Sie dabei auch die Schülerverwaltung mit ein. Das Internet-ABC bietet Lehrerinnen und Lehrern auf der deren Seiten umfangreiche Unterrichtsmaterialien, Arbeitsblätter, didaktische Hinweise, etc. um Lehrkräfte fit für den Umgang mit dem Internet zu machen.
  • Auf klicksafe.de finden Sie Lehrerhandbücher sowie ein eine umfangreiche Linksammlung zur Förderung der Medienkompetenz im Unterricht.

 

 

Tipps und Links für Eltern

Arbeiten von zu Hause, lernen von zu Hause, Freizeitgestaltung zu Hause. Die eigenen vier Wände sind momentan der Ort, an dem das komplette Familienleben stattfindet, da die Corona Pandemie uns alle in unserem Aktivitätsradius einschränkt. Das Internet übernimmt dabei eine wichtige Rolle.

 

Machen Sie sich fit fürs Internet

Besonders die Doppelbelastung von Arbeitsleben und Kinderbetreuung lastet schwer auf den Schultern von Familien und Alleinerziehenden. Kinder nutzen Smartphones, Tablets und PCs nicht mehr nur zum Surfen und Spielen in der Freizeit, sondern lernen auch online oder kommunizieren per Chat und Social Media mit Verwandten und Freundinnen und Freunden.


Kinder und Jugendliche stark machen für die digitale Welt

Nur wenn Erziehungsberechtigte selbst gut Bescheid wissen, worauf es in der digitalen Welt ankommt, ist es möglich auch Kinder mit gutem Gewissen unbeaufsichtigt online surfen zu lassen. Wichtig ist es, als Eltern immer ansprechbar zu sein und besonders Kinder zu Beginn bei allen Aktivitäten im Internet zu begleiten.

Die mögliche eigene Verunsicherung können Sie unkompliziert in gefestigtes Wissen umwandeln. Wir bieten Ihnen eine Übersicht, wie Sie Ihre Online-Kompetenzen erweitern können um als Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche da zu sein.

Kinder brauchen online Schutz vor Gefahren. Eltern müssen zwischen Schutz und Gefahren abwägen. Denn Schutzmaßnahmen dürfen ein wichtiges Recht nicht einschränken, Heranwachsende müssen digitale Kompetenzen entwickeln müssen. Klären Sie Kinder und Jugendliche frühzeitig über Cybermobbing, Datenraub, Werbung, Gewalt, Hass und Fake News auf. Suchen Sie gemeinsam nach Lösungen für auftretende Probleme.

Heranwachsende sollten die Möglichkeit bekommen, einen verantwortungsvollen Umgang mit eigenen und fremden Informationen, Daten und Rechten zu erlernen.

Ein wichtiger Punkt ist die Privatsphäre. Sprechen Sie konstruktiv über die eigenen Selbstdarstellungsmöglichkeiten im Netz.

Klare Regeln helfen bei der Nutzung von digitalen Medien. Nehmen Sie Ihre Vorbildfunktion ernst und begegnen Sie Jugendlichen auf Augenhöhe. Medienzeit und medienfreie Zeit sollte bei allen Familienmitgliedern ausgewogen sein.

Kinder haben Rechte, auch im digitalen Raum. Sie zu kennen, führt dazu, sich selbstsicher in der digitalen Welt zu bewegen.
 

Tipps für den Umgang mit Kinderfotos in sozialen Netzwerken

In den sozialen Medien werden Fotos hochgeladen und geteilt, von allem was uns lieb und teuer ist. Es gibt allerdings Profile und Seiten, die Kinderbilder sammeln und sie in einen sexualisierten Kontext stellen.

Wie können Eltern vermeiden, dass die Bilder des eigenen Kindes unangemessen oder in einem strafrechtlich relevanten Zusammenhang verwendet werden? Indem sie besonders freizügige Bilder ihrer Sprösslingen gar nicht erst posten. Die meisten Eltern haben viele Möglichkeiten, ihr Familienleben auch anders im Netz zu präsentieren.

Ihr Kind hat ein Recht auf Privatsphäre, Schutz und Beteiligung. Verletzen Sie diese nicht. Das Internet vergisst nichts und jedes geteilte Foto hinterlässt einen „digitalen Fußabdruck“. Manche Kinderfotos gehören doch eher ins private Familienalbum.

 

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) hat Tipps für den Umgang mit Kinderfotos in sozialen Netzwerken veröffentlicht.
 

6 Tipps für den Umgang mit Kinderfotos im Netz

  • Beziehen Sie Ihre Kinder mit ein.
  • Vermeiden Sie personenbezogene Daten des Kindes preis zu geben.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Sicherheits- bzw. Privatsphäre-Einstellungen in Sozialen Online-Netzwerken.
  • Posten Sie keine Fotos von Kindern in peinlichen, unangenehmen oder unangemessenen Situationen.
  • Überlegen Sie, ob es für die Bildaussage des Fotos zwingend notwendig ist, das Gesicht des Kindes zu zeigen.
  • Nehmen Sie Ihre Vorbildfunktion wahr.

Altersgerechte Suchmaschinen:

Blinde-kuh.de

Fragfinn.de

Kinderlexikon

Klexikon

Social Media

Die meisten Angebote gelten offiziell erst ab 16 Jahren! Besser sind Kinderangebote bei denen junge Kinder das Verhalten von Online-Kommunikation erlenen können:

Kika.de/videos

Knipsclub.de

Kindersache.de

 

Informationen zu Apps und Spielen für Kinder und Jugendliche

Internet-abc.de/spieletipps

Spielbar.de

Das Thüringer Innenministerium in den sozialen Netzwerken: