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Sexueller Missbrauch von Kindern

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    Sexueller Missbrauch von Kindern geschieht nicht in der Öffentlichkeit, sondern in der Familie, in der Verwandtschaft oder im engeren Bekanntenkreis. Die enge Beziehung zwischen Opfer und Täter erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Missbrauch über eine längere Zeit, intensiv und mit mehr (psychischer) Gewalt ausgeübt wird.

    Verbale Belästigungen, sexuelle Berührungen, exhibitionistische Handlungen, Masturbation sowie orale, vaginale und anale Vergewaltigungen sind die häufigsten Formen der sexuellen Gewalt an Kindern. Nicht vergessen werden darf die Kinderpornografie, die durch das Internet besonders schnell verbreitet wird.

 

Die Anzahl der angezeigten und ausgewiesenen Fälle des sexuellen Missbrauchs ist bezüglich des tatsächlichen Ausmaßes nur begrenzt aussagefähig, da gerade in diesem Deliktsbereich die Dunkelziffer hoch eingeschätzt werden muss. 2019 wurden 13.670 Fälle (2018: 12.321 Fälle) in der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik registriert.

Das kindliche Opfer hat oftmals - bedingt durch die nahe Beziehung zum Täter - nicht die Möglichkeit, auf den Missbrauch aufmerksam zu machen oder den Missbrauch zu beenden. Von den im Jahr 2019 erfassten Opfern eines sexuellen Missbrauchs waren 2.264 (2018: 2.266) mit dem Tatverdächtigen verwandt und 3.399 (2018: 3.075) mit dem Tatverdächtigen bekannt/befreundet. 1.683 Opfer (2018: 1.612) kannten den Tatverdächtigen durch eine flüchtige Vorbeziehung, 5.154 (2018: 4.948) waren nicht mit dem Tatverdächtigen bekannt. Bei 1.125 Opfern (2018: 914 Fällen) ist die Beziehung ungeklärt.

 

 

Kampagne "Missbrauch verhindern!" zeigt Erwachsenen wie sie Kinder schützen können

Eltern und Erziehungsverantwortliche, aber auch Lehrer, Trainer, Freunde und Nachbarn sind aufgefordert, Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Die Kampagne „Missbrauch verhindern!“ unterstützt Erwachsene bei dieser schwierigen Aufgabe. Die Polizei informiert in Kooperation mit der Opferschutzorganisation WEISSER RING e.V. über sexuelle Gewalt an Minderjährigen.

 


Kindersex-Tourismus

Kindesmissbrauch ist auch im Ausland strafbar!

Weltweit werden jährlich etwa zwei Millionen Mädchen und Jungen schon in frühester Kindheit sexuell ausgebeutet – auch und vor allem in beliebten Reiseländern. Jeder kann Missbrauch auch im Ausland melden, denn sexuelle Gewalt an Kindern ist überall strafbar.

Weitere Informationen unter: www.nicht-wegsehen.net

 

 

 

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