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SMS mit Paketbenachrichtigungslink installiert Schadsoftware

 

Eine SMS macht derzeit die Runde, die eine Schadsoftware auf Smartphones installieren kann - sofern der Empfangende auf den mitgeschickten Link klickt.

Die Paketbenachrichtigung:

„Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es."

In den Kurznachrichten ist meist nur ein kurzer Text, in dem auf ein eintreffendes Paket hingewiesen wird. Um dies zu überprüfen und zu akzeptieren solle man zudem auf einen mitgesandten Link klicken. Das Ziel dahinter ist es, Schadsoftware auf das Gerät zu bringen.
Durch das Öffnen des Links wird das Mobiltelefon kompromittiert und die Schadsoftware installiert. Anschließend werden durch die Software mehrere hunderte SMS Nachrichten von verschiedenen Rufnummern zugestellt und mit gleichem Inhalt automatisiert an die eigenen Kontakte versendet.

Diese Nachricht stammt von keinem echten Transportdienstleister. Die Täter nutzen scheinbar derzeit die Corona-Pandemie aus, in der viel online bestellt wird. So ist es sehr wahrscheinlich, auf Personen zu treffen, die einer solchen SMS glauben, da Sie selbst Pakete erwarten.

Maßnahmen, die Sie machen können, wenn Sie eine solche SMS bekommen haben:

  • Klicken Sie auf keinen Fall auf Links, die Ihnen von unbekannter Seite und unerwartet zugestellt werden. Sollten Sie den Absender tatsächlich kennen, fragen Sie auf alternativem Weg nach, was sich hinter dem Link verbirgt und ob der Versand beabsichtigt war.
  • Bestätigen Sie keine Installation von fremden Apps auf Ihrem Smartphone. Besonders Android-Geräte sind hier gefährdert, da diese bei ungünstiger Einstellung eine Fremdinstallation und somit auch schädliche Apps zulassen.
  • Deaktivieren Sie bei Android die Möglichkeit, unbekannte Apps installieren zu können. Ggf. ist in Ihrer Android-Version diese Funktion nicht mehr im Sicherheitsbereich zu finden. Geben Sie unter Einstellungen in der Suche „unbek“ an. Möglicherweise werden Sie nun in den Bereich „Unbekannte Apps installieren“ geführt, bei denen Sie einzelnen Apps diese Erlaubnis erteilen oder noch besser entziehen können. Ohne diese Erlaubnis können keine fremden Apps (also alles außerhalb des originalen App-Stores) installiert werden. Je nach Android und Smartphone kann diese Einstellung anders sein.
  • Richten Sie unbedingt bei Ihrem Mobilfunkprovider die Drittanbietersperre ein, um weitere Kosten zu vermeiden. Diese kann kostenlos über den jeweiligen Service gebucht werden.
  • iOS Nutzer dürften mit dieser SMS keine Probleme bekommen, da Apps nicht einfach so installiert werden können. Dennoch raten wir von einem Anklicken des Links ab.
  • Wenn Sie eine oder ein paar wenige SMS bekommen haben, dann muss es nicht bedeuten, dass Sie bereits die Schadsoftware installiert haben. Die Täter versuchen durch diese SMS ihre Schadsoftware, u.a. auch über die bereits infizierten Smartphones anderer Personen weiterzuverbreiten.
  • Solange Sie unter Android den Link nicht angeklickt haben und die App installiert haben, ist Ihnen noch nichts passiert. Wichtig dabei ist, dass Sie die Installation von unbekannten Apps deaktiviert haben.

 

Wenn Sie bereits geklickt, installiert und die SMS nun massenhaft bekommen/ggf. selber versenden

  • Schalten Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus.
  • Informieren Sie Ihren Provider
  • Richten Sie, wenn nicht bereits geschehen, die Drittanbietersperre ein
  • Prüfen Sie, ob durch die SMS bereits Kosten zu Ihrem Nachteil verursacht wurden. Ggf. können Sie einen Kostennachweis bereits beim Provider einholen/erfragen.
  • Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Bringen Sie dazu das Smartphone, Ggf. Screenshots, Kostennachweise usw. mit.
  • Starten Sie Ihr Smartphone im abgesicherten Modus und schauen Sie, welche Apps zuletzt/nicht bewusst von Ihnen installiert wurden. Diese Apps können Sie dann entfernen und das Smartphone neu starten. Die Möglichkeiten für den abgesicherten Modus können von Hersteller zu Hersteller abweichen.
  • Im schlimmsten Fall hilft nur die Zurücksetzung in den Auslieferungszustand.

Quelle: Landeskriminalamt Niedersachsen

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